Bei einem Blick aus dem Fenster, wurde ich etwas verärgert. Das was da vom Himmeln aus Kübeln runter kommt, ist auch dafür zuständig, was wir nicht gerade vom Jungfraujoch auf die Fiescherhörner gingen. Im Leben kommt es eben immer anders als geplant. Aber  man kann und sollte immer das Beste daraus machen und das haben wir am heutigen Samstag (14.05.) gemeinsam mit Steve. Der ist extra für unser kleines Abenteuer in den Pongau gefahren gekommen. Aus meinem Büro habe ich immer auf eine kleine Bergkette schauen können und wollte gerne wissen, ob man dort oben nicht auch sehr schön laufen könne und das haben wir heute einfach ausprobiert. Dank APE-Map haben wir uns einen Weg irgendwie raus gesucht. Wir platzierten vorher ein Auto in St.Johann am Stauwerk und fuhren dann zurück zum Bischofshofener Stauwerk.

Wie bei Revenant, aber wo ist Leo?

Und dann ging es auch direkt im leichten Regen los. Zunächst die ersten zwei Kilometer entlang der rechten Salzachseite zum Bahnhof Mitterberghütten. Unter der Unterführung durch und auf der anderen Straßenseite dann ins Industriegebiet. Links die Straße am Gebäude von Bosch vorbei und dann in vielen, vielen Kehren die Straße hinauf auf dem Weg zur Kohlmaißhöhe. Erst im letzten Drittel kommen wir auf die Forststraße und kleinere Abschnitte die man als Trail bezeichnen könnte. Alles in allem war es vor allem steil und nass! Und irgendwann auf der Suche nach dem Gipfel, fanden wir uns dann irgendwann weglos wieder. Aber wir haben ihn dann gefunden die geheimnisvolle höchste Erhebung der Kohlmaißhöhe.

Nur der Weiterweg ließ Fragezeichen aufkommen. Auf Grund dessen haben wir es dann auch geschafft einen kleinen achter zu rennen. Wir kamen auf eine Forststraße und liefen diese entlang. Gefühlt aber eher Richtung Mühlbach anstatt St.Johann. In Richtung Pronebenalm haben wir uns gehalten. Es regnete mehr. Die nächste Abzweigung nach links müssten wir eigentlich nehmen, dann würden wir auf den Palfenkogel kommen. Wir nahmen die nächste Abzweigung und liefen. Es regnete noch mehr. Wieder ein paar weglose Meter hinauf uns wir standen am Palfenkogel (1403m). Es war kalt, die Aussicht auch mittelmäßig. Dafür waren die Schienbeine von den Dornenbüschen aufgekratzt. Ade, schöne Sommerbeine. Auf der anderen Seite ging es wieder weglos und sehr steil bergab. Zurück auf der Forststraße, hielten wir uns auf dem direkten Weg zum Schleichkogel. Im ständigen auf und ab ging es dahin. Es regnete immer mehr, es wurde immer kälter. Dann erreichten wir den nächsten Hügel Schleichkogel (1414m) und beschlossen, dass dies nun wirklich der letzte Gipfel für heute sein sollte.

Wir wollten runter ins warme Auto. Bis dahin erwies es sich dann aber noch als langer Weg. In grober Richtung Rettenebenbachalm ging es über die Forststraße erst gut, dann weniger gut voran. „Oh, hier sind wir falsch. Wieder zurück.“ und dann doch bergab über die MTB-Strecke. Und dann querten wir endlich rüber zur Rettenebenalm. Und dann hätten wir quasi direkt zurück runter laufen können.

Die Kinderalm sollten wir uns anschauen.

Aber der Regen wurde ja gerade weniger und der Wu war der Meinung, wenn dann, dann laufen wir schon alles. Also ging es weiter. Das nächste Ziel stellte die Kinderalm dar. Noch mal knapp 100 Höhenmeter hinauf und dann eindeutig bergab am Kloster vorbei und den Kleeblattweg nach unten. Serpentine um Serpentine und dann Straße. Aua…das tut immer so weh…mental wie auch körperlich, dieser Wechsel von Waldboden auf knallharten Asphalt. Durch Reinbach durch und dann ein Stückchen an der Salzach zu unserem geparkten Auto am Kraftwerk. Pünktlich nach dem wir das Auto erreicht hatten, kam auch die Sonne raus. Ist klar.

Eine Tour die jetzt kein absolutes Highlight war, aber trotzdem ein gutes Training. 25 Kilometer und 1200 Höhenmeter haben wir trotzdem gemacht. Und die wirklich witzig geschriebene Variante gibt es hier bei Steve.