Ausschlafen – davon war der Samstagmorgen (11.10.) geprägt und nicht wie vorher geplant von einer langen und ausgiebigen Bergtour. Muss auch mal sein, haben wir uns dann wohl gedacht und sind als, der Wecker geklingelt hat, liegen geblieben. Es ist aber auch wirklich immer ein Kampf – Entscheidungen zwischen Bettdecke und Bergraum. Diesmal hat eben die Bettdecke gewonnen. Aber so gegen 08:30 Uhr (ja, für uns ist das ausschlafen) haben wir es dann doch geschafft, uns aus dem Schlafzimmer in Richtung Küche und dann Bergraum zu bewegen. Nach einer kurzem Überlegung haben wir uns dann für eine Tour auf die Ennskraxn in Kleinarl entschieden – diese Tour kann man auch um 10:00 starten – das Wetter war ja prächtig. Nach anfänglichen Parkplatzproblemen im Dorf Kleinarl, die wir aber, Dank eines netten, alten Bauern, mehr oder weniger schnell beseitigen konnten, starteten wir auch schon in Richtung Jausenstation Ennskraxn. Über eine Forststraße ging es Serpentine um Serpentine nach oben. 
Forststraße mit Ausblick… ©www.wusaonthemountain.at
…und Sonnenschein! ©www.wusaonthemountain.at
 Zwar nicht sonderlich spannend, dafür aber ruhig und sehr herbstlich. Nach einer kurzen Zeit kann man sich zwischen zwei Straßen mit gleichem Ziel entschieden. Wir haben den rechten Weg genommen – das war ein Fail, denn der führte wirklich nur über die Forststraße. Die Steinkaralm galt als nächstes Ziel, die wir dann nach unserem Forststraßen-Hatscher über einen niedlichen Steig erreichten. 
Steig hinauf zur Steinkaralm ©www.wusaonthemountain.at
Die Steinkaralm ist natürlich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr bewirtschaftet, aber man findet dort oben trotzdem das Paradies. Zwei kleine Almhütten, ein kleiner See und Almwiesen wohin das Auge reicht – im Hintergrund steht die gewaltig wirkende Wand der Ennskraxn. 
Die Steinkaralm ©www.wusaonthemountain.at
Über einen Waldkamm ging es dann hinter der Steinkaralm hinauf. 
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Der Herbst von seiner schönsten Seite ©www.wusaonthemountain.at
Da wir sehr gemütlich unterwegs waren, haben wir alles sehr genießen können. Man quert über einen kleinen Steig durch die Latschen hinüber zur Felswand und kommt zum „Blauen See“ – eine Schmelzwasser-Pfütze, aber sicherlich im Frühling bedeutend größer und schöner. Wir querten unterhalb der Felswand zum NW-Kamm und stiegen über diesen immer weiter in Richtung Gipfel hinauf. 
Nach dem Blauen See zum NW-Kamm ©www.wusaonthemountain.at
Während der NW-Kamm im unteren Bereich nur steil ist, aber gehbar, erwartete uns im oberen Bereich doch eine deutlich markantere Felsbeschaffenheit, die auch leichte Kraxelei beinhaltete.
Leichte Kraxelei und dann…©www.wusaonthemountain.at
…wieder ein Steig! ©www.wusaonthemountain.at
Nicht unbedingt schwer, aber an manchen Stellen tut ausrutschen ziemlich weh. Klingt aber schlimmer als es wirklich war. Bis hierhin hatten wir ein paar Leute hinter uns gelassen, ein paar kamen uns bereits schon wieder entgegen. Also stiegen wir dem Gipfel entgegen und freuten uns, als wir erkennen konnten, dass wir diesen für uns alleine haben würden. 
Der Sonne und dem Gipfel entgegen…©www.wusaonthemountain.at
…und immer mit tollem Ausblick! ©www.wusaonthemountain.at
Es war windstill und die Sonne schien warm vom Himmel hinunter. Der Gipfel war unerwartet schön und die Aussicht ist wirklich unschlagbar. Das Gipfelkreuz im Verhältnis wirklich groß und zwei kleine Jausenbankerl gab es auch. 
Gipfel Ennskraxn am 11.10.2014 ©www.wusaonthemountain.at
Ein bisschen posieren am Gipfelkreuz! ©www.wusaonthemountain.at
Wu schon im neuen Midlayer aus der SLAB XALP Kollektion ©www.wusaonthemountain.at
Virtueller Gipfelbuch-Eintrag und der neue Salomon Outdoor Rucksack ©www.wusaonthemountain.at
Ausblick Kleinarl ©www.wusaonthemountain.at
Natürlich verewigte ich uns im Gipfelbuch, bevor wir dann unsere Mannerschnitte genossen. Wu sagt, er könne sich an den Luxus einer Gipfeljause gewöhnen. Es kam keiner mehr nach auf den Gipfel und nach rund 20min. machten wir uns dann wieder an den Abstieg. Der ging zügig und dann waren wir schon wieder zurück am Waldkamm und konnten auf die Steinkaralm hinabschauen – das hat wirklich paradiesische Züge. 
Abstieg in der Nachmittagssonne ©www.wusaonthemountain.at
Weiter unten entschieden wir uns dann für den anderen Weg zurück zur Jausenstation Ennskraxn. Und siehe da, der hätte uns über einen Steig durch den Wald und eine Wiese bedeutend schöner auch rauf gebracht. Jetzt wissen wir es eben für´s nächste Mal – und für alle die diese Tour auch gehen möchten der Hinweis: Wenn Ihr an der Weggabelung ankommt – mit dem Schilderwald, wo es einmal rechts und einmal links zur Ennskraxn über die Steinkaralm geht, dann wählt den linken Weg. 🙂 
Tolle und angenehme Tour mit 1350HM und eigentlich 7,5KM – wir haben durch die Straßenschleife etwas mehr gehabt, die man auch gerne mal zur Mittagszeit gehen kann.