Zu Fuß ging´s los ©wusaonthemountain.at

Diese Woche haben wir etwas beim Laufen geschludert – aber den Neuschnee mussten wir natürlich noch mal nutzen – bevor er dann bald weg ist und wir unsere Ski einsommern. Außerdem gehörte das Traumwetter am Wochenende genutzt. Daher haben wir uns am Sonntag (08.03.) zum Mittleren Wieselstein (2300m) im Tennengebirge aufgemacht, vom Pass Lueg aus.

Das ist so ziemlich einer der längsten Anstiege auf das Tennengebirge von den Höhenmetern her und bekannt für die steile, steile Spur. Außerdem war ich noch nicht am Wieselstein und es wurde höchste Zeit. Daher trafen wir um 08:00 am Parkplatz am Pass Lueg ein und machten uns bereit. Es standen schon einige Autos vor Ort – ein Geheimtipp ist auch das schon lange nicht mehr. Los ging es die ersten Meter zu Fuß die Forststraße hinein. Aber nach nur wenigen Metern konnten wir die Ski anschnallen. Die Forststraße wird durch eine kleinere Forststraße abgelöst, der man dann nach Süden folgt, bevor wir dann den Sommerweg Nr. 213 aufwärts stiegen

Da lache ich noch… ©wusaonthemountain.at
…dann ging es steil bergauf! ©wusaonthemountain.at
Auch Wu taugt´s wieder einmal ©wusaonthemountain.at

Und man kann auf den nun folgenden 1000HM wirklich von aufwärts sprechen. Ich habe auf so vielen Höhenmetern, noch nie so wenig Spitzkehren gemacht. Die Spur geht einfach schnurstracks nach oben und wird dabei steil, steiler, am steilsten. Unsere Waden freuten sich, als wir uns immer weiter nach oben schraubten, denn an unseren Rennbindungen, sind Steighilfen ja Fehlanzeige.

Wu fragt sich, ob es wohl steil ist? ©wusaonthemountain.at

Es geht die ganze Zeit durch einen Wald – im unteren Bereich noch dichter, passieren wir irgendwann unterhalb der Bergler-Hütte, die Waldgrenze.

Ein bisschen steil noch…©wusaonthemountain.at

Die Sonne strahlte schon ziemlich kräftig vom Himmel und es wurde warm. Wir kamen ins Schwitzen. Kurz unterhalb der Berglerhütte wurde es das erste Mal flacher und wir fanden Zeit auch die Umgebung zu genießen.

…dann wird es vor der Berglerhütte flach! ©wusaonthemountain.at

Ab der Berglerhütte, ging es dann südostwärts auf den Sattel, der oberhalb steil in das Salzachtal abfallenden Ofenrinne.

Ein ständiges Auf und Ab nach der Berglerhütte ©wusaonthemountain.at
Mal ein Poserbild (oder wie man mal kurz Pause macht) ©wusaonthemountain.at

Der kleine Zapf in der Bildmitte ist der Mittlere Wieselstein ©wusaonthemountain.at

Wir befanden uns nicht mehr auf dem Sommerweg – hier kommt man so eigentlich nur im Winter hin. Weiter ging es dann der Sonne entgegen, ostwärts durch eine Mulde über die man dann weiter auf den nördlichen Wieselstein zugeht.

Spuren, Sonne, Schnee – schön! ©wusaonthemountain.at

Hier hat man den Mittleren Wieselstein schon fest im Blick und kann das Gipfelkreuz sehen. Also westseitig am nördlichen Wieselstein vorbei und dann die letzten Meter hinauf zum Hauptgipfel. Wu war etwas vor mir oben, weil er es sich nicht nehmen lassen konnte noch schnell drei Leute zu überholen. 🙂 Dafür stand er dann etwas länger im starken Wind, bis ich auch den Gipfel erreichte.

Lach doch mal, der Wind ist doch gar nicht schlimm ©wusaonthemountain.at
Gipfelfreuden im Wind ©wusaonthemountain.at

Das Gipfelkreuz ist schon älter, nicht wirklich wunderschön, dafür ist es aber die Aussicht gewesen. Hinaus nach Salzburg war schon alles frühlingshaft Grün, über das Tennengebirge hinweg, alles schneeweiß.

Gipfel Mittlerer Wieselstein (2300m) am 08.03.2015 ©wusaonthemountain.at
Und weil es so schön ist, gleich noch mal ©wusaonthemountain.at

Und wir widmeten unseren Blick den Knallstein (2233m) und der Knallsteinplatte, die ausreichend Pulver vorweisen konnte. Wir entschieden uns kurzerhand abzufahren um dann noch auf den Knallstein zu gehen. Bis auf den Wieselstein waren es bereits knappe 1800HM, auf den Knallstein dann noch einmal 200HM. Zunächst mussten wir noch mal auf fellen, die drei Spitzkehren hinauf zum Südgrat. Die Sonne brutzelte ganz schön und am Skidepot stapften wir die letzten Meter über den Südgrat hinauf zum einsamen Gipfel.

Aufstieg über den Südgrat! ©wusaonthemountain.at

Wu geht voran über den Südgrat… ©wusaonthemountain.at
…und macht dann Bilder ! ©wusaonthemountain.at
Tiefblicke dieses Mal am Knallstein ©wusaonthemountain.at
Gleich am Gipfel …©wusaonthemountain.at
…freue auch ich mich auf eine Jause! ©wusaonthemountain.at

An diesem späteren Mittag haben wir den Gipfel für uns – und weit und breit ist auch niemand mehr zu sehen. Wir tänzeln den schmalen Grat entlang, bevor wir eine kleine Rast am Gipfel machen. Wunderschön und windstill!

Gipfel Knallstein (2233m) am 08.03.2015 ©wusaonthemountain.at
Magst Du auch einen Riegel? ©wusaonthemountain.at

Bevor wir uns an den Abstieg machen, gibt es noch eine Aussicht von oben auf die Knallsteinplatte. Pulver, Pulver und das im März. Dann noch ein Anruf, ob uns Stefan in der Scheffau abholen würde und zurück zum Auto, am Pass Lueg bringt, bevor unser Abfahrtsplan auch wirklich fixiert wurde. Am Skidepot schnallten wir die Ski an und genossen den Abfahrtstraum über die Knallsteinplatte.

Wir fahren tatsächlich die Knallsteinplatte…©wusaonthemountain.at

Und Wu ist happy darüber! ©wusaonthemountain.at
Ich natürlich auch! ©wusaonthemountain.at
Ein bisschen aufpassen mussten wir trotzdem – ein paar Steine lauern auf der Platte. Im unteren Bereich (Knallboden) gab es dann aber überhaupt kein Grund mehr zu Klagen – Pulver satt.

Noch mehr Pulver…©wusaonthemountain.at
Rückblicke ©wusaonthemountain.at

Und im Graben wurde es dann etwas anstrengender zu fahren, der Schnee war hier schon sehr, sehr nass. Aber wir konnten bis runter zum Parkplatz fahren. Dann ging es mit den Ski auf dem Rücken und zu Fuß hinaus zum Gasthof Lammertaler Klause, wo zeitgleich das weltbeste Taxi aus dem Pongau auf uns wartete. Danke noch mal Stefan, dass Du so spontan, uns zwei gestrandete Skitourengeher eingesammelt hast! 🙂

Eine absolut Deluxe-Skitour war das an diesem sonnigen Sonntag im Tennengebirge. Alles in allem 2000HM auf dem Tacho, etliche Kilometer, zwei wunderschöne Gipfel und eine imposante, geniale Abfahrt über die Knallsteinplatte.