Ein Sturmtief gab es am Freitag (13.01.) und die Vorhersage für den Samstag (14.01.) war nicht so ganz viel besser. Nichts desto trotz wollten wir endlich mal wieder eine Skitour gehen, gemeinsam. So wie sonst eben auch immer. Und weil es bekanntlich kein schlechtes Wetter gibt, sondern nur die falsche Kleidung, haben wir all die gute Kleidung angezogen, die wir haben und sind in Richtung Zauchensee gefahren. Denn der Strimskogel (2139m) ist die ideale Schlechtwettertour oder auch Eingehskitour. Der Parkplatz war leer, trotz Weltcup Abfahrt bei den Damen. Das Wetter wirkte aber auch weniger schlecht als angesagt. Zumindest hier unten am Parkplatz. Wir zogen los über die Forststraße. Aber neuerdings steht auch hier ein Verbotsschild für Tourengeher und Skifahrer – die Forststraße soll nicht mehr genutzt werden.

Durch den Wald ist es am schönsten

Also bogen wir gleich in den Wald hinein ab und zogen unsere eigene Spur. Der Aufstieg folgt aber generell durch den lichten Wald, hinauf zu den Strimsalmen. Bei den Strimsalmem nutzten wir die gezogene Spur, die ganz schön steil war. Einfach gerade rauf. Aber viel anders kann man hier leider auch gar nicht gehen. Schnee war in diesem Bereich wirklich viel, je höher wir allerdings kamen, nahm auch der Wind vermehrt zu. Wir nutzen die Gelegenheit eines windstillen Plätzchens und zogen alles an was wir hatten. Es wurde bitterkalt und die Sicht auch immer schlechter. Wir erreichten die Anhöhe und der erste Tourengeher kam uns mit seinem Hund entgegen.

Er hatte anscheinend entschieden umzudrehen. Null Sicht und bitterkalt. Wir gingen weiter, natürlich. Nur um wenig später auch feststellen zu müssen, dass der Gipfelhang nicht gerade ein Genuss werden würde. Wir suchten uns einen Weg durch die Latschen. Der Wind hatte den Schnee leider ziemlich verblasen. Und kurz bevor wir in den Gipfelhang queren hätten müssen – schauten wir uns an und wussten, dass wir jetzt hier bei diesem Wind und der Kälte keinen Zentimeter mehr gehen würden.

Wenn die Zahnspange zur Kältebrücke wird

Und ja ich (Sa) gebe zu, meine Zähne sind Dank Zahnspange nahezu komplett eingefroren. Ziemlich unangenehm. Zahnspangenträger kennen vielleicht das Problem. In jedem Fall gingen wir wieder zurück, die Felle noch auf den Ski. Bis es windstill war und fellten dann ab. Die anschließende Abfahrt war natürlich Pulvergenuss.

Und wer derzeit auf der Suche nach einer netten Tour ist, die man auch bei Schlechtwetter gehen kann, dann ist der Strimskogel eine gute Wahl. Aber wir sind auch ehrlich. Oben war der Gipfel schon ein bisschen abgeblasen und die Latschen schauen schon auch noch ganz gut raus. Mit dabei war im übrigen meine Black Yak Hybrid-Jacket, zu der es die Tage dann endlich den Testbericht gibt.