Nachdem wir also am Samstag (12.Juli) unsere „kleine“ Bergtour gemacht haben, wollten wir am vergangenen Sonntag (13. Juli) eigentlich nur gemütlich unterwegs sein. Christian wollte mir mal wieder etwas „Neues“ aus der Gegend zeigen – da bot sich der Tappenkarsee an. Gesagt getan, sind wir nach unüblich viel Schlaf, für einen Berg-Sonntag und Frühstück, dann Richtung Kleinarl gefahren. Dort haben wir unbedarft das Auto direkt schon am Jägersee geparkt. Man könnte jetzt meinen, wir wollten uns die Mautgebühr sparen, aber ich kann Euch sagen, dem war nicht so. Ganz im Gegenteil, Wu hat mir wieder einmal erzählt: „Schatzi, dass ist wirklich nur ein kurzes Stück und da sind wir ganz schnell am eigentlichen Steig rauf zum Tappenkarsee. Das können wir wirklich eben laufen“ – ich glaubte ihm. Natürlich haben wir es beide nicht geschafft, gemütlich dahin zu spazieren, nein, schon dieses flach dahin gehen, wurde zu einem Sprint.
Die vier Kilometer zum Parkplatz drinnen am Weg zum Tappenkarsee, waren wohl unsere schnellsten – beachtlich war schon die Anzahl der Personen, die wir auf dem Weg dorthin überholt haben.
Gemütlichkeit, wo bist Du hin? 🙂 Die 700HM bergauf auf den See glichen einem Wettrennen, die Oberschenkel glühten vom Vortag, zumindest bei mir, aber ich konnte es einfach nicht lassen. Wer braucht schon Ruhetage, wenn es da so viele Touristen gibt, die es zu überholen gilt! Das der WU da natürlich nicht nachgelassen hat ist klar und so hat er wohl seine neue Berglauf-Trainingsstrecke entdeckt!
 Nach wirklich steilen 700HM haben wir dann das eigentliche Ziel erreicht, den Tappenkarsee. Für mich zählt er zu den schönsten, die ich bisher gesehen habe und ich kann diese Tour auf jeden Fall empfehlen. Ein Tipp: Nehmt Euch Scheuklappen mit, dort oben wimmelt es nur so vor Touristen. 😉
Wir sind bis zur Tappenkarsee-Hütte (Hotel) durchgegangen und haben uns dort im kulinarischen Selbstbedienungs-„himmel“ eine Käsebrot genehmigt! Auch dort hat man nicht wirklich viel von der Ruhe am Berg – da muss man es einfach so machen wie wir. Schnell weiter in Richtung der Gipfel rund herum. Da ist man dann recht zügig ziemlich alleine, dass haben wir ausgenutzt und entschieden uns für den Scheibenkogel (2251m). Ich glaube im Winter ist das eine gern gegangene Skitour, aber auch im Sommer lohnenswert, weil der Gipfel eher einem großen Plateau ähnelt.
So fanden wir uns dann recht schnell alleine auf den letzten Metern zum Gipfel wieder und konnten die Aussicht auf das Gebiet genießen. Ich gebe ehrlich zu, meine Beine haben schon auf der Hütte gesagt, sie gehen keinen Meter mehr weiter, aber na ja, irgendwie gilt das ja nicht!
Die Daten: 1300HM Aufstieg, ca. 15 zurückgelegte Kilometer und zwei zufriedene Gesichter! Ein Ruhetag der wieder einmal sehr gelunden ist! 🙂
Tappenkarsee oberhalb der Tappenkarseehütte

Tappenkarsee mit Sabrina

Gipfel-Aussicht Scheibenkogel (2252m)