Dieser Winter meint es gut mit den südlichen Gefilden Österreichs. Genau aus diesem Grund verschlägt es uns diesen Winter sehr oft in den Lungau. Und wie so oft ist das immer eine gute Wahl. Auch dieses Mal. Unser Ziel ist die Skitour Preber. Es ist wohl der Skitourenberg im Lungau. Ich muss auch zugeben, dass er einem Skitourenberg wie aus dem Bilderbuch gleicht. Die Flanke und Steilheit ist einfach traumhaft. Das macht den Preber natürlich zu einem begehrten Ziel weit über die Landesgrenze des Lungaus hinaus. Zum Glück ist auf diesem Berg für alle genügend Platz. Wir starten am Prebersee. Ein wirklich traumhafter Platz. Nicht umsonst haben wir auch auf der Luldalm geheiratet. Wir sind zwar früh dran, aber der Parkplatz ist schon gut gefüllt und mit uns machen sich einige Tourengeher mit auf den Weg. Die Temperaturen sind sehr angenehm. Für meinen Geschmack fast etwas zu warm.

Wie die Ameisen während der Skitour auf den Preber

Die ersten Höhenmeter in Richtung Prodigerhütte geht es moderat bergauf teilweise auf der Forststraße, teilweise über den Sommerweg durch den Wald. Auf der Prodigerhütte angekommen sieht man schon den gesamten weiteren Aufstiegsweg. Nur der letzte Gipfelaufschwung versteckt sich hinter dem „Vorgipfel“. Wie kleine Ameisen kann man die Tourengeher erkennen. Das erinnert mich fast an den Hocharn.

 

Nach der Prodigerhütte geht es bereits in der Sonne zur Preberhalterhütte. Hier merkt man schon, dass es warm und deutlich steiler wird. Bis auf Höhe des „Rossbodens“ wird der Anstieg immer steiler. Typisch für den Preber führt die Spur fast gerade nach oben. Keine Kurve, keine Spitzkehre. Ab Höhe des Rossbodens beschließe ich mich rechts zu halten und gehe in großen Spitzkehren in Richtung Bockleiteneck. Sabrina und der Rest unserer kleinen Gruppe bleiben auf der Aufstiegspur in Richtung Preber Rossscharte.

 

Es ist warm, keine Wolke am Himmel und nur leichter Wind weht uns um die Nase. Viel zu warm denke ich mir, als ich in der Rossscharte ankomme. Ich gehe weiter zum „Vorgipfel“. Die Temperatur wird spürbar kühler als wir am Vorgipfel ankommen. Typisch Preber alles abgeblasen und sehr viele Steine schauen aus der Schneedecke. Nach einer kurzen Pause kommen auch schon Sabrina und Martina zu mir. Aufgrund der doch überschaubaren Schneelage zum Gipfel beschließen die Mädels zu Fuß die letzten Meter zu gehen. Ich gehe mit den Ski weiter und versuche mein Abfahrtsglück.

Skitour Preber: Ein Lüftchen am Gipfel geht immer

Angekommen am Gipfel haben wir ein traumhaftes Panorama. Durch die freistehende Lage des Prebers hat man einen traumhaften Ausblick in Richtung Hochgolling, in die Radstädter Tauern, aber auch über den wunderbaren Lungau. Was für ein schöner Platz. Während ich ein paar Bilder mache,  kommen auch Rupert und Lisa am Gipfel an. Wir genießen die Zeit und machen uns langsam fertig für die Abfahrt. Ich fahre zwischen den Steinen ab bis zum Skidepot von den anderen. Dort warten wir noch einmal zusammen, genießen den Ausblick und haben zu unserem Glück eine wunderbare Firnabfahrt bis zur Preberhalterhütte. Dort ist es zwar auch firnig, aber 30 cm tief. So fahren wir die letzten Meter zur Ludlalm über die Forststraße ab. Wie eingangs schon erwähnt, hat uns der Lungau nicht enttäuscht. Und ja, der Preber ist gut besucht. Aber der Grund dafür ist recht einfach erklärt: Er ist einfach ein Skitourenberg wie aus dem Märchenbuch.