Und dann war er schon da, der vierte und damit letzte Tag on Tour mit dem Alpenverein Werfen. Ein bisschen hätten wir uns fast gewünscht, dass schlechtes Wetter gewesen wäre am vergangenen Sonntag (15.03.), als wir morgens die Augen aufmachten. Denn drei starke und höhenmeterreiche Tage lagen bereits hinter uns. Aber ein Blick hinaus aus dem Fenster bescherte uns abermals Sonnenwetter. Also half es nichts – dann eben doch noch eine Tour – wenn wir quasi schon so von der Sonne darum gebeten wurden. Nach dem Frühstück entschieden wir uns wieder um 08:30 Uhr in Richtung Kreuzkogel (3340m) zu gehen – der ist nach bereits 850HM erreicht und geht direkt hinter der Hütte hinauf. Als wir uns draußen versammelten fiel uns eins nicht auf – erst nachdem wir um die Ecke der Hütte kamen – der stürmische Wind.

Vollzählig ? ©wusaonthemountain.at


Der bließ gewaltig und vermieste kurzzeitig die Stimmung – trotzdem zogen wir fast komplett mit 22 Mann/Frau los. Das Gesicht nach unten gesenkt, damit der Wind nicht zu viel Angriffsfläche hatte schoben wir uns stetig nach Westen nach oben.

Nein, es ist nicht windig, nein es ist nicht windig! ©wusaonthemountain.at

Und so schaut das aus, wenn 22 Personen im Wind ihre Spuren gehen….es war wirklich stürmisch! ©Simon Piberger

WU spurte und führte die Gruppe. Der Wind ließ nicht nach und ließ uns zwischenzeitlich wirklich zweifeln – und als wir die Steilstufe hinter uns ließen und uns in einer kleinen Mulde sammelten für eine kurze Pause, hatten wir auch vor dem Wind etwas Ruhe.

Nur ein ganz klein bisschen Wind…©wusaonthemountain.at
Aber, wenn wir uns zusammen stellen…©wusaonthemountain.at
…dann geht´s gleich besser! ©wusaonthemountain.at
Pausenplatz! ©wusaonthemountain.at

Wir versuchten „unseren“ Gipfel in den Wolkenfeldern zu erkennen und erkannten einen schönen Hang, der vielleicht sogar noch Pulver versprache. Nach der Pause ging es flach hinüber zum nächsten Hang – und ab jetzt tobte unter uns der Wind und auf unserer Höhe, war es mit einem Mal windstill und richtig warm. 

Und dann war es windstill und warm… ©wusaonthemountain.at

Also entblätterten wir uns und zogen mit Sicherheitsabstand die nächste Steilstufe hinauf – Wu spurte statt den bestehenden 14 – VIERZEHN – Spitzkehren, ganze vier neue Spitzkehren in den Hang hinein und bewies wieder einmal seine gute Spuranlage. Dieser Hang zog sich bis unter den felsigen Bereich – dann ging es weiter nach rechts um in die Einsattlung zwischen Skidepot und Gipfelgrat zu kommen. Und inzwischen war die Stimmung so gut und ausgelassen, weil niemand damit gerechnet hatte, dass wir an diesem Tag noch eine derart schöne Tour im Sonnenschein und ohne Wind gehen können.

Letzte Steilstufe hinter uns  – der Manfred fotografiert…©wusaonthemountain.at
…und wir machen uns auf zum Skidepot! ©wusaonthemountain.at
Simon und die letzte Kehre des Wochenendes … ©wusaonthemountain.at
Immer diese Selfies vorm Skidepot ©wusaonthemountain.at

Wir erreichten das Skidepot nach und nach und warteten dann zusammen. Dann ging es über den kleinen Grat, die letzten Meter hinauf zum kreuzlosen Gipfel des Kreuzkogel (3340m) – wir genossen eine fantastische Aussicht und einen grandiosen Tourenwochenend-Abschluss.

Da geht´s noch rauf ©wusaonthemountain.at
Stapfen, Stapfen, Stapfen ©wusaonthemountain.at
Kurz vorm Gipfel des Kreuzkogel ©wusaonthemountain.at
Gipfel Kreuzkogel (3340m) am 15.03.2015 ©wusaonthemountain.at
Das schlechte Wetter drückt schon rein… ©wusaonthemountain.at
WU´s Tiefblicke – dieses Mal vom Kreuzkogel ©wusaonthemountain.at
Da vorne geht´s runter! ©wusaonthemountain.at

Nach Jause und Pause, ging es für die meisten zu Fuß zurück zum Skidepot, einige ließen sich die Abfahrt durch eine Rinne zum Treffpunkt nicht nehmen. Also stiefelte ich mit Heli zurück zu unseren Ski und dann fuhren wir ab zum Sammelplatz, von dem wir unseren Rinnenabfahren gut zu sehen konnten.

Jippi – Abfahrt! ©wusaonthemountain.at
Da kommt der Wu gefahren…©wusaonthemountain.at

Irgendwann waren wir dann alle wieder versammelt und fuhren weiter ab. Der erste Hang versprach etwas Pulver und hielt das auch – dann trafen wir noch Firn an und fast pistenartige Verhältnisse. An diesem Wochenende sicherlich eine der besten Abfahrten. Auf der Hütte blieb noch etwas Zeit für eine Suppe bevor wir dann zurück nach Vent und unserem Bus abfuhren. Alles in allem waren das einfach mit die besten Tourentage, die wir je hatten – tolles Wetter, tolle Berge und Gipfel, tolle Leute und tolle Gegend. Herz was willst Du mehr? Damit kann ich nur Danke an Simon, Wu und Christoph sagen, für das tolle Führen unserer Gruppe und die geniale Tourenauswahl! Nächstes Jahr dann wieder!