Wir stecken derzeit mitten drin. Mitten in diesem Übergang. Mitten drin zwischen zwei Jahreszeiten. Mitten zwischen zwei Sportarten. Derzeit Skitouren auf 3000er zu gehen, kann man machen. Das macht man aber sicher schon nicht mehr wegen des fantastischen Schnees, denn bei den derzeitigen Temperaturen ist der wahrscheinlich kein Genuss mehr. Und so früh aufstehen ist auch nicht unser Ding. Also könnten wir auch in die neue Saison starten und einen ersten richtigen Trail laufen. Und das Gebiet in Bad Reichenhall und Umgebung hat einfach sehr viel zu bieten und daher dachten wir uns, wir fragen ganz spontan unseren Freund Steve, ob er vielleicht Lust hat mit uns in die neue Saison zu starten. Hatte er und hat uns ganz spontan eine lockere „Anfängerrunde“ raus gesucht.

Luke geht es einfach zu langsam voran.

Wir liefen los in Marzoll am Schlösschen vorbei über einen kleinen Wanderweg flach in Richtung des Waldes. Perfekt zum „warm“ werden. Die Jungs liefen bereits in kurzen Hosen. Und dann stiegen wir schon die ersten kleinen Stufen im Wald nach oben und dort merkte man ganz eindeutig die Beine des eher schleppenden Skitourenwinters.  Und ganz nebenbei übertraten wir die Grenze nach Österreich. Das mit den Beinen würde schon werden. Luke ist es sowieso immer zu langsam und er versuchte hier und da wenigstens Steve herauszufordern. Nach einem kurzen Stück über Asphalt ging es einen wunderschönen Weg wieder durch den Wald über wunderbare Trails bis wir am Tannenwinkel ankamen. Wir gönnten uns eine kurze Aussichtspause. Schon schön. Es ging weiter zur Wolfschwang Alm, aber auch wirklich genau auf deren Terrasse. Wieder einmal eine tolle Aussicht. Immer noch schön.

Ganz kurz wird es mal knackig.

Und dann kam eine kurzes Stück bergab Richtung Bruchhäusl. Nebenbei verlief ein kleiner Bach, den wir alle nutzen um zu trinken…oder gleich darin zu baden, wie Luke. Es folgte der „Schnapper des Tages“ wie Steve in liebevoll nennt. Ich habe für die 250 Höhenmeter auf 800 Meter Wegstrecke eine andere Bezeichnung gefunden, eine fast unüberwindbare Mauer aus Wurzel-und Steinwerk. Diese 250 Höhenmeter brannten in Beinen und Brustkorb, als hätte man den ganzen Winter keine Höhenmeter gemacht. Na prima, da wurde es kurz mal knackig und wir gehen ein, wie kleine Schneeglöckchen bei diesen heißen Temperaturen. Genial war es trotzdem. Steve versuchte sich erneut mit Luke zu messen. Er verlor, abermals. Am Vierkaser ging es eine gemütliche Forststraße hinab. Erholung pur mit einer wahnsinnig tollen Perspektive. Über den Klingersteig wollten wir zurück ins Tal, nahmen auf den letzten Metern nochmal als die Trailkraft in uns auf. Ach es ist schon schön mit einem guten Freund, unserem Hund und Trailschuhen durch die Gegend zu laufen. Wir querten hinüber zum Freilichtmuseum, bevor es dann über ein kurzes Stück die Bundesstraße zurück zum Schloss in Marzoll ging.

Glücklich, zufrieden und eingeschmiert mit einer Salzkruste im Gesicht, durften wir dann noch den kulinarischen Vorzügen einer Freundschaft mit Steve und Sandra fröhnen. Der After-Traillaufsalat schmeckte vorzüglich. Mit 17km und 545 Höhenmeter war das ein ganz toller Start in die neue Saison und in die Rennsaison, die für mich eigentlich schon bald startet.  Steve war natürlich schon schneller mit dem Schreiben als wir und daher solltet ihr unbedingt noch bei seinem Beitrag vorbei schauen.