Das Tennengebirge bietet im Herbst eine sensationelle Kulisse für ausgedehnte Bergtouren. Eine solche haben wir heute mit Kim und Marcus gemacht. Das Raucheck haben wir selbst das letzte Mal 2013 im Rahmen unserer Überschreitung bestiegen. Bereits viel zu lange her, wie wir heute festgestellt haben. Aber wir sind so gar nicht mehr dort hin gekommen. Wir trafen uns gegen 08:30 am heutigen 01. November um gemeinsam zum Unterholz Parkplatz (Ausgangspunkt der Tour auf das Raucheck) hinauf zu fahren. Wir entkamen dem Talnebel und parkten bereits im Sonnenschein. Strahlend blauer Himmel wartete auf uns. Wir zogen los auf den ersten Metern in Richtung Mahdegg Alm, die heute leider zu hatte, wie wir dann beim Abstieg erkennen mussten. Aber am Morgen war das für uns noch nicht so relevant. An der Mahdegg Alm zogen wir weiter und stiegen durch den Märchenwald hinauf. Etwas oberhalb der Forststraße nahmen wir die Abzweigung, die uns über den Suppenwald, in Richtung Grießscharte bringen würde. Ein recht verstecktes Wegerl, einsam und wunderschön. An dessen Ende trafen wir wieder auf den Grießschartenweg, der uns ziemlich steil immer weiter nach oben brachte. Die Sonne heizte uns ein und die wärmenden Strahlen taten so richtig gut.

Immer wieder das Tennengebirge

Die nächste Abzweigung brachte uns dann unterhalb des Kleinen Fieberhorns weiter hinauf und unterhalb des Hieflers machten wir an der Eiskapelle eine kleine Pause. Auch Luke hatte bereits großen Durst. Und dann standen wir recht zügig vor der Grießscharte, durch die wir in leichter Kraxelei das Tennengebirgsplateau erreichten.

Wieder machten wir eine kleine Pause, bevor wir im kleinen auf und ab zuerst in Richtung Edelweißhütte und dann weiter querend über das Plateau marschierten. Es zieht sich immer ein bisschen, aber dann gingen wir auf den letzten Metern zum Gipfel. Es war windstill und wir machten eine längere Pause am Gipfel. Der Ausblick ist einfach unschlagbar. Und nach einer ganzen Metzgerei, die Marcus dabei hatte und aß, machten wir uns dann auch wieder auf den Rückweg. Dieser Tag war wirklich wunderschön bisher und auch der Abstieg bescherte wunderbare Ausblicke und den ein oder anderen Spaß.

Zurück an der Grießscharte ging es über den markierten Steig wieder hinab. Wir kamen recht gut durch, Luke hatte an der ein oder anderen Stelle etwas Hilfe von uns…aber dann kam er gut runter. Im nu waren wir wieder bei der Eiskapelle und stiegen gemütlich immer weiter hinab. Wir hatten die Hoffnung Kaffee und Kuchen auf der Mahdegg Alm zu genießen. Und als wir diese erreichten, mussten wir feststellen, dass sie gar nicht offen hatte. Die Terrasse war trotzdem gut gefüllt mit Wanderern. Also ging es für uns direkt zurück zum Unterholz Parkplatz, wo wir glücklich und zufrieden nach 1500 Höhenmetern die Autos erreichten.