In unserem Bergraum ist immer Platz, immer Platz für neue Sachen, die das Leben schöner machen. Und ganz besonders unerwartete Päckchen von Salewa zaubern uns ein Lächeln auf die Lippen.  Bis wir allerdings zu diesem Päckchen gekommen sind, war es ein längerer Weg und ein Stück weit auch etwas Zufall. Schlussendlich saßen wir aber wie kleine Kinder im Wohnzimmer und öffneten das Paket. Und dann ein großes Fragezeichen über unseren Köpfen. Da lag doch nicht etwa eine Erinnerung zum Reifenwechsel, war unsere erste Idee, als wir das Informationsmaterial mit deutlich erkennbaren Michelin-Männchen vor uns lag. Sogar ein Stück Reifenprofil war daran befestigt. Wir wollten mehr wissen – Reifen gewechselt hatten wir ja bereits.

Und dann wurden wir von strahlendem Gelb oder der Farbe Cactus geblendet, das Salewa Logo strahlte uns entgegen. Noch mehr Fragezeichen kamen auf. Welche Verbindung gab es zwischen Salewa und Michelin®? Der Sache wollten wir auf den Grund gehen, den Fall aufklären. Die Lösung des Falls enthielt der neue Salewa Wedge 15 Rucksack, der auch aus der neuen Mountain Training-Kollektion von Salewa entstammt. Ein vom Design her ziemlich minimalistisches Teil, mit grandiosen Schnitt für ganz schnelle Einheiten am Berg. Leider liegt derzeit noch Schnee ganz oben, aber den werden wir so schnell es geht gleich einmal auf den Berg entführen. Und er gab uns zwei ganz spannende Kollektions-Bestandteile frei, einmal in der Damen-Version und einmal in der Herren-Version.

Der neue Salewa Lite Train Mountainrunning Schuh und die neue Salewa Pedroc Alpha Jacket sind farblich aufeinander abgestimmt. Nachdem ich halt auch ein typisches Mädchen bin und es unheimlich gerne so richtig farbenfroh am Berg habe, freu ich mich über die Farbzusammenstellung sehr. Mit Koralle und Lila konnten sie voll und ganz bei mir punkten und für die etwas cooleren Jungs, also den Wu, gab es Stahlblau mit Anthrazit. Nun galt es aber noch die Funktion und den Hintergrundgedanken zu definieren. Welchen Markt will Salewa, als klassischer Bergsportausrüster bedienen. Wollen Sie etwa auch auf den Trend Trailrunning mit einer eigenen Serie aufspringen? Bedingt. Und das ist auch gut so. Mit der neuen Mountain Training-Kollektion, geht es vor allem um die schnelle Aktivität am Berg beispielsweise beim Zustieg oder auf einer Laufrunde am Berg, die aber nicht primär das Ziel hat besonders schnell eine gewisse Anzahl von Kilometern zu laufen, sondern eher, um sich fürs Bergsteigen, Klettern konditionell fit zuhalten und dabei mit hoch funktioneller Ausrüstung unterwegs zu sein. Speed Hiking ist da auch ein neues Wort, um das es geht.

Wir haben den Salewa Lite Train mal unter die Lupe genommen.

Der Schuh mit dem Michelin®-Männchen auf der Spitze und unter dem Fuß. Diese Kooperation warf zunächst Fragen bei uns auf und machte uns zeitgleich neugierig. Beim ersten hineinschlüpfen, fühlte sich der Schuh kurzzeitig ungewohnt an. Nicht schlecht aber ungewohnt, denn der direkte Kontakt zum Boden leidet etwas durch das starke Profil. Auf der anderen Seite fand ich es zeitgleich unglaublich angenehm und bequem. Die Optik hatte uns so oder so schon überzeugt. Ich wollte den Lite Train natürlich sofort testen und nutzte dazu einen ersten Run/Hike von uns zu Hause weg auf die Werfener Hütte.  Auf den insgesamt 30 Kilometern und 1500 Höhenmetern konnte ich mich von einigen Fakten bereits persönlich überzeugen. Dazu gehe ich jetzt dann mal genau ein.

Die leichten Salewa Lite Train sind speziell für schnelle Aktivitäten auf Bergpfaden entwickelte Mountain Trainingschuhe und nehmen es mit jedem Untergrund auf, egal, ob Matsch, Erde, Geröll oder Fels.

Oh ja, dieser Schuh ist auf jeden Fall für den Berg gemacht, da stimmen wir zu. Er nimmt es – und ich hatte auf meiner Tour jeden Untergrund dabei – wirklich mit allem auf, vor allem im Aufstieg. Allerdings mit ein paar Schwächen im Abstieg auf nassem Fels oder „matschiger“ Sohle auf nassem Fels. Da haben wir einen kleinen Knackpunkt gefunden und auch mit Michelin-Sohle keinen 100% Grip. Dabei möchten wir aber betonen, das uns bisher noch kein „Laufschuh“ untergekommen ist, der da vollste Zufriedenheit schafft. Die aggressive Michelin®-Sohle, sorgt aber auf jedem weiteren Untergrund für 100% Spaß am Trail.

Der für eine optimale Passform durch das 3F Total System gezielt stabilisierte Halbschuh bietet sehr guten Fersenhalt und dank schnell trocknendem, atmungsaktivem Obermaterial ein optimales Fußklima bei hoher Aktivität.

Also der Schuh umschließt den Fuß nahezu perfekt. Auch wenn ich eher ein „unkomplizierter“ Fuß bin, ist Wu umso empfindlicher. Aber auch er hat keine Druckstellen oder ein ungutes Gefühl bisher gehabt. Wir haben beide unsere originalen Schuhgrößen, was für einen „normalen“ Schnitt des Schuhs spricht. Die oben genannte 3F Total System (Stabilisierung unter anderem durch das Schnürsystem) funktioniert wie angekündigt. Der Fuß ist stabilisiert und „sitzt“ gut im Schuh, der Fersenhalt ist wie versprochen ausgezeichnet. Auch bei Wu, der oftmals genau hier ein großes Problem hat. Da es momentan noch eher kühl ist, sind die Füße bisher noch nicht wirklich „heiß“ gelaufen im Schuh, allerdings hatte ich auf meiner langen Runde Schneekontakt. Der Schuh trocknete auf meiner langen Runde sehr schnell.

Für maximale Trittsicherheit und die nötige Auftrittsdämpfung sorgt die robuste Sohlenkonstruktion des Lite Train mit griffigem Profil aus einer speziellen Michelin® Gummimischung.

Da gibt es nichts hinzuzufügen – stimmt nämlich so!

Lite Train im Lauftest.

Lite Train im Lauftest.

Die harten Fakten zum Schuh: 370g bei Gr. UK5, Schnürsystem, Schuh ohne Membran, 139€ hier über den Salewa Online Shop. Und unser Fazit? Ein Schuh der definitiv seine Berechtigung hat und sicherlich häufig mit auf Bergtour kommen wird. Da wir gerne auch Bergsteigen und schnelle Fortbewegung dabei verbinden, haben wir mit dem Lite Train genau den richtigen erwischt. Auf reine Trailrunning-Runde würde ich ihn nicht unbedingt auswählen. Denn auch wenn ich, nach meiner 30 Kilometer-Runde sehr zufrieden mit dem Schuh war, habe ich im Anschluss doch gemerkt, dass mein Fuß sehr angestrengt war. Aber und das haben wir inzwischen schon gelernt, es gäbe da noch den Lite Train Ultra Schuh und der dürfte sich um einiges mehr auf Langstrecke eignen. In jedem Fall liegt der Schuh in der goldenen preislichen Mitte, wenn man sich den Markt betrachtet und die Verarbeitung scheint durchaus zu passen. Für uns ein Schuh, der definitiv in die engere Wahl bei der Auswahl der Schuhe zur Bergtour kommt.

 

Und was gibt es zu den hübschen Salewa Pedroc Alpha Jackets zu sagen?

Jacken kann man grundsätzlich nicht genug haben und schon gar nicht farblich passende zu den Schuhen. Aber Funktion sollten sie auch haben. Und einen guten Sitz und Schnitt. Und leicht und warm, wäre auch eine tolle Kombination. Also ging das neue Jäckchen zu einem kalten und windigen Lauf am Wochenende mit auf Tour.

Die strapazierfähige Polartec-Jacke ist atmungsaktiv, leicht, komprimierbar, wasserabweisend und schnelltrocknend – optimal zum Immer-Dabei-Haben.

Bei unserem Lauf kam mir die Jacke atmungsaktiv vor und ich hatte von innen ein trockenes Gefühl. Nasse Umgebung hatte ich bis jetzt noch nicht, gehe aber davon aus, dass sie leicht wasserabweisend ist. Leicht ist sie mit 236 Gramm auf jeden Fall und sehr klein komprimierbar. Einen typischen Laufrucksack füllt sie allerdings doch reichlich, daher würde ich eben diese Jacke eher zu schnellen Run/Hike-Runden in einem etwas größeren Rucksack mitnehmen. Eben im Wedges 15 Rucksack.

Salewa fertigt die Jacke nach dem bodymapping-Prinzip, so dass Material und Funktion der Körperform und -region entsprechen.

Der Sitz der Jacke ist in der Tat sehr genial. Vor allem die Ärmel sind lang genug. Sie ist eng anliegend und trotzdem sehr bequem. Man findet zwei kleine Handfächer mit Reißverschluss und Daumenschlaufen. Sonst ist die Jacke eher schlicht gehalten, ohne Seitennähte. Es kann auch nichts reiben. Der Reißverschluss hat eine hinterlegte durchgehende winddichte Leiste und eine elastisch, eingefasste Saumleiste. Da rutscht auch nichts unter vollem Einsatz.

Salewa Pedroc Alpha Jacket

Volle Bewegungsfreiheit, optimales Körperklima und ein angenehmes Tragegefühl.

 Einfach perfekt. Fesches, funktionales Teil, dass auf jeden Fall in den „schnellen“ Rucksack gehört. Mit einem Preis von 200€ allerdings auch eher hochpreisig angesiedelt, das finden wir schon. Aber derzeit sicherlich ein unerreichtes Teil und schick ist es allemal. Außerdem wurde etwas ganz grünes verwendet, die Jacke ein BIONIC FINISH ECO bekommen. Das ist die ökologische wasserabweisende Imprägnierung, die es derzeit auf dem Markt gibt. Dieses Verfahren ist auf einer fluorfreien Rezeptur.

Unser Fazit im Überblick. Die neue Mountain Training Kollektion ist vom Design her extrem ansprechend. Die Funktion ist auch optimal auf die schnellen Einheiten am Berg ausgerichtet. Wer sich ein gesamtes Outfit kaufen möchte, muss allerdings auch etwas tiefer in die Tasche greifen. Wobei der Wedges 15 Rucksack mit derzeit 60€ ein wirkliches Schnäppchen ist. Die passenden Hosen konnten wir leider noch nicht in den Test aufnehmen, schauen aber zumindest auf den Bildern super aus. Wer weitere Fragen hat, darf sich gerne an uns wenden. Wir werden alle Produkte jetzt weiterhin im Langzeittest haben, dann können wir auch etwas zum Punkt Langlebigkeit sagen.